Wirbelsäulenaufbau statt Einrenken
Ein Patient klagt über Nackenschmerzen und Bewegungseinschränkungen im
Bereich der Halswirbelsäule. Kopfschmerzen und Ausstrahlungen in die Hände
folgen. Der Patient entschließt sich, den Hals einrenken zu lassen. Damit trifft
er eine Entscheidung, die sein weiteres Leben ungünstig beeinflussen kann.
Wie kompensiert unser Körper?
Eine seit Monaten unbemerkte Schiefstellung des Beckens hat den Körper unseres
Patienten veranlasst, diese Fehlstellung so sanft wie möglich auszugleichen.
Der Körper versucht das, indem er jeden Wirbel um einen geringen Betrag seitlich
versetzt, um die Belastung an der eigentlichen Problemstelle zu verringern
(an jedem Nervenausgang gibt es jetzt schon Störungen im Informationsfluss).
Von unten nach oben übernehmen also eine Reihe von Wirbeln einen zusätzlichen
kleinen Teil der Belastung. An einer bestimmten Stelle jedoch – in unserem
Beispiel in der Halswirbelsäule – ist die Möglichkeit zur Kompensation aufgebraucht.
Hier wird für einen letzten Wirbel die Grenze der physiologisch möglichen
Bewegung erreicht. Der Chiropraktor diagnostiziert hier die Kompensation.